Darwinwespen (Ichneumonidae) sind die artenreichste Familie der Hautflügler und zeigen eine beeindruckende Formenvielfalt: von den ameisengrossen, oft flügellosen Gelis-Arten bis zur Holzwespen-Schlupfwespe mit ihrem beachtlichen Legebohrer. Als Parasitoide spielen sie eine wichtige Rolle in Ökosystemen und der biologischen Schädlingsbekämpfung.
Rund drei Viertel der Darwinwespen sind noch unbeschrieben. Naturhistorische Sammlungen sind daher von grosser Bedeutung: Sie bewahren Typenmaterial und dokumentieren die historische Insektenvielfalt. Bei der Bestimmung historischer Aufsammlungen der Klemmbauchwespen (Campopleginae) konnten über 200 Arten erstmals für die Schweiz nachgewiesen und etliche neue Arten festgemacht werden.
Doch wie bestimmt man 200 Jahre alte Arten, wenn Beschreibungen unzureichend sind und Bestimmungsschlüssel fehlen? Der Vortrag zeigt die taxonomische Detektivarbeit bei der Revision der Gattung Campoplex und die Kombination morphologischer und molekularer Methoden.


