Video-Stream: https://youtu.be/ZFoiU6fkDT0
Herbarien speichern die weltweiten Rohdaten der botanischen Vielfalt. Der einfache Akt des Pressens und Trocknens von Pflanzen, um eine permanente Referenz-Sammlung anzulegen, hat seine Wurzeln im 16. Jahrhundert; weltweit sind etwa 20 dieser Renaissance-Herbarien erhalten, darunter das Bauhin-Herbarium an der Universität Basel.
In den darauffolgenden 450 Jahren blieben Herbarien zentral für die botanische Forschung, so dass sie die Geschichte des wissenschaftlichen Prozesses nachzeichnen, aber auch direkte Beweise für die sich verändernde Pflanzenvielfalt auf unserem Planeten liefern.
In diesem Vortrag wird auf aktuelle Forschungsprojekte eingegangen, die Herbarsammlungen nutzen, darunter die Domestizierung von Nutzpflanzen mit Hilfe sgn. "ancient-DNA"-Techniken und klimawandel-bedingte Verschiebungen in der Blütezeit. Insgesamt wird die Dringlichkeit vermittelt, botanische Sammlungen zu erhalten und laufend zu erweitern.